Was ist mein Idealgewicht?

Alle Infos und Antworten auf die häufigsten Fragen zum Idealgewicht!

Vier Fakten zum Idealgewicht auf einen Blick:

– es gibt nicht das eine Idealgewicht
– der Unterschied zum Normgewicht ist nicht klar definiert
– es gibt keine medizinischen Vorgaben, was das Idealgewicht ist
– was Ihr ideales Körpergewicht ist entscheiden nur Sie

Die interessantesten Themen im Überblick:

  1. Was ist der Unterschied zwischen Normalgewicht und Idealgewicht?
  2. Exakte Bestimmung
  3. Berechnung (un) möglich?
  4. Das Ziel erreichen
  5. Gewicht halten
  6. Wie viel ist zu viel?
  7. Optimales Gewicht für (Freizeit-) Sportler
  8. Das persönliche Optimum finden
  9. Exkurs: Die Traumfigur – was ist das heute?

Worin unterscheidet sich das Normgewicht und Idealgewicht:

Wenn wir es einmal salopp ausdrücken, ist das Normgewicht eine medizinische Definition und das Idealgewicht eine Gefühlssache.

Zum Normalgewicht:
Heutzutage ist es üblich, das Normgewicht an den BMI (Body-Mass-Index) zu koppeln. Der BMI ist eine Formel, die Körpergröße und -Gewicht in Relation zueinander setzt. Das Ergebnis ist ein Wert, der anhand einer festen Skala bewertet wird. Die Unterteilung reicht vom starken Untergewicht bis hin zum starken Übergewicht. Im mittleren Bereich liegt das sogenannte Normalgewicht. Liegt der BMI in diesem Bereich, gilt das Körpergewicht allgemein als gesund. Es gibt allerdings berechtigte Kritik am BMI. Bekanntestes Beispiel ist der Bodybuilder, der mit seiner Muskelmasse bemessen am BMI zu viel Gewicht auf die Waage bringt. Aber niemand käme auf die Idee einen gut trainierten Bodybuilder mit niedrigem Körperfettwert und gut definierten Muskeln als dick zu bezeichnen. Mit umgekehrten Vorzeichen sind es beispielsweise auch sehr sportliche Menschen, wie Marathonläufer, die laut BMI schon Untergewicht haben. Trotzdem sehen diese Sportler nicht aus, als würden sie Hunger leiden. Der BMI hat also so seine Schwächen. Geeignet ist er letztlich nur als Orientierung. So ist weder eine konkrete Aussage zum persönlichen, als optimal empfundenen Idealgewicht möglich, noch lässt sich das über den BMI berechnete Normalgewicht wie eine Schablone auf alle Menschen anwenden.

Rein medizinisch ist das Normalgewicht ein Gewicht, welches in Relation zu Faktoren wie Körpergröße und Geschlecht wünschenswert und gesund ist. Anhaltspunkte ergeben sich aus statistischen Erhebungen zur Häufigkeit bestimmter Erkrankungen und zur Lebensdauer in Abhängigkeit vom Körpergewicht. Das Wünschenswerte in eine einfache Formel zu fassen, wurde bereits seit dem 19. Jahrhundert mehrmals versucht – mit durchaus unterschiedlichen Ergebnissen.

Zum Idealgewicht:
Das Normalgewicht kann also als grobe Orientierung dienen. Manchmal wird statt vom Normalgewicht auch vom Idealgewicht gesprochen. Häufig ist das Idealgewicht jedoch eine individuelle Bewertung des eigenen Körpergewichts oder eine ganz persönliche Einschätzung, wie schwer man sein möchte. Das kann beim Ausdauersportler sehr wenig, beim Bodybuilder sehr viel sein. Wieder andere wollen einfach nur eine gute Figur haben. Ideal ist für Jeden anders. Man kann also auch sagen: Was Ideal ist, ist eine Sache des Gefühls und Geschmacks. Das Idealgewicht ist das Gewicht, mit dem wir uns wohlfühlen. Das hängt auch davon ab was gerade angesagt ist. Denn obwohl wir in Deutschland im Durchschnitt immer mehr zunehmen, ist das Ideal ein anderes. Schlank zu sein ist angesagt. Eine gute Figur ist attraktiv.

Exakte Bestimmung

In diesem Sinne kann man das Idealgewicht auch als Normalgewicht verstehen. Das lässt sich mit Hilfe des BMI berechnen. In Abhängigkeit von der Körpergröße und dem Gewicht gibt es eine Ober- und Untergrenze. Der berechnete BMI, also die Zahl, sollte sich in dieser Spanne bewegen. Verstehen wir Idealgewicht aber im Sinne von „womit wir uns wohlfühlen“, ist eine Berechnung nicht möglich. Schließlich sind die Geschmäcker verschieden wie die Konfektionsgrößen und jeder findet seine eigene Antwort auf die Frage nach dem Idealgewicht.

Berechnung (un) möglich?

Im Sinne von „Normalgewicht“ – ja. Eine Möglichkeit ist, wie bereits erwähnt, der BMI. Andere Berechnung verwenden verschiedene Messwerte. Das kann zum Beispiel der Körperfettanteil sein. Den zu reduzieren hilft bei der Definition von Muskeln, z.B. dem „Sixpack“. Das hat sich bisher allerdings genauso wenig durchgesetzt wie die Waist-to-Height-Ratio (WHtR) – bei der werden der Umfang der Taille und die Körpergröße als Werte zur Berechnung verwendet – oder der ABSI (A Body Shape Index) – hier wird neben Größe und Gewicht auch der Bauchumfang mit einbezogen.

Ein Franzose startete die ersten Versuche, das Idealgewicht zu berechnen

Die ersten Versuche, das Normalgewicht in einer Formel festzuhalten, unternahm der französische Arzt Paul Broca schon im 19. Jahrhundert. Der Broca-Index definiert das Soll-Gewicht eines Menschen als

Gewicht = Körperhöhe (in Zentimeter) minus 100

Als übergewichtig gilt nach Broca, wer mehr als 10 Prozent über seinem Soll-Gewicht liegt. Auffällig ist, dass hier kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht wird. Später wurde dem Rechnung getragen, indem für das Idealgewicht von Frauen der Wert nach Broca abzüglich 15 Prozent, von Männern abzüglich 10 Prozent festgelegt wurde – offenkundig eine relativ willkürliche Entscheidung.
Heute ist der Broca-Index weniger von Interesse. Zur Beurteilung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße wird heute allgemein der Body-Mass-Index verwendet.

Mit dem Body-Mass-Index das Idealgewicht berechnen

Der Body-Mass-Index (BMI) wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert entwickelt – von einem belgischen Statistiker namens Adolphe Quetelet. Zur Berechnung des BMI muss das Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt werden:

BMI = Körpergewicht (in kg) / Körpergröße (in Metern) zum Quadrat

Normalgewichtige Menschen haben BMI-Werte zwischen 19 und 25,0. Das persönliche Idealgewicht liegt – abhängig von Alter, Geschlecht und Körperbau – für die meisten Menschen in diesem Bereich.
Mit seinem relativ breiten Bereich von Normalwerten trägt der Body-Mass-Index der Tatsache Rechnung, dass das Idealgewicht ein individueller Wert ist, der neben der Körpergröße von vielen weiteren Faktoren abhängt.

Da sich der Körper aus verschiedenen Bestandteilen (Fett, Wasser, Muskeln etc.) zusammensetzt, ist der BMI dennoch kritisch zu betrachten. Denn er bietet keine Möglichkeit zu bewerten, ob das, was wir da auf den Rippen tragen, nun Muskelmasse oder gesundheitsschädliches Fettgewebe ist.

Daher wird die BMI-Berechnung oft mit einer Messung des Körperfettanteils kombiniert.

Die Formeln und Zahlen geben uns Sicherheit, und auch Ärzte greifen zu diesen Werten, wenn sie eine unkomplizierte Handhabe benötigen, um das Gesundheitsrisiko, das Übergewicht für Kinder und Erwachsene darstellt, abschätzen zu können.

Der Körper verändert sich – der BMI passt sich an

Durch die natürliche körperliche Veränderung im Laufe des Lebens steigt der wünschenswerte BMI mit zunehmendem Alter an. Je älter der Mensch wird, desto mehr sinkt der Wasseranteil zugunsten des Fettanteils im Körper. Daher wurde eine Tabelle entwickelt, die diese Veränderung des BMIs in Abhängigkeit vom Alter berücksichtigt:

Alter (Jahre)BMI
19 - 2419 - 24
25 - 3420 - 25
35 - 4421 - 26
45 - 5422 - 27
55 - 6423 - 28
älter als 6524 - 29

Noch wichtiger für das Idealgewicht ist die fettfreie Körpermasse

Wichtiger als der ständige Blick auf die Waage oder die Berechnung des BMIs, ist der Anteil der sogenannten fettfreien Körpermasse, der Fachmann spricht hier auch vom LBM (Lean Body Mass). Dieser gibt mehr und bessere Informationen über die Körperzusammensetzung, also Muskulatur und Knochenmasse, Wasser oder Fettanteil. Viele Apotheken bieten inzwischen den Service der Messung der Körperzusammensetzung an, hierzu werden spezielle Körperfettmessgeräte eingesetzt, die mittels Elektroden den Anteil von Wasser, Fett sowie den LBM ermitteln.
Waagen, Zahlen und Indizes sind dabei Anhaltspunkte, denen Sie jedoch nicht zu viel Bedeutung beimessen sollten!

Das Ziel erreichen

Meistens muss dazu Gewicht reduziert werden. Damm ist das Errreichen des Idealgewichts einfach – erfordert aber Konsequenz und Disziplin. Wer abnehmen möchte, wird langfristige Erfolge nur mit einer permanenten Umstellung seiner Lebensweise erreichen. Zum Wesen dieser einzig wirksamen Strategie gehört, dass sich sichtbare Ergebnisse langsam einstellen – aber dafür nachhaltig sind. Schenken Sie den „Drei Kilo in drei Wochen“-Diätversprechen kein Gehör: Spätestens in drei Monaten haben Sie die drei Kilo wieder. Oft auch noch mehr.

Eiweißreiche Ernährung auf dem Weg zum Idealgewicht

Eine eiweißreiche, gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und eine positive Lebenseinstellung sind Ihre wichtigsten Begleiter und auf dem Weg zu Ihrem persönlichen Idealgewicht. Mit der täglichen Zufuhr von hochwertigem Protein kann gezielt einem Abbau von Muskelmasse vorgebeugt werden. Im Rahmen von Gewichtsreduktionsdiäten unterstützt die Muskulatur eine Reduktion von Fettreserven. Hochwertige Proteinpulver zur Herstellung von Proteinshakes, wie z.B. Sanform Protein oder Power Eiweiß plus, sind in der Apotheke erhältlich und zeichnen sich durch einen geringen Kohlenhydratanteil aus. Zudem lohnt ein Blick auf Eiweißdiät-Rezepte, um die Ernährung auf eiweißreiche Kost umzustellen. Es gibt übrigens auch sehr leckere, vegane Rezepte.

Gewicht halten

Ganz einfach: Indem Sie nichts ändern. Ist die Ernährung einmal umgestellt, Bewegung in den Alltag integriert und das allgemeine Wohlbefinden ist vorhanden – einfach weiter machen wie bisher. Ein Rückfall in alte Gewohnheit bringt näher betrachtet keine Vorteile. Die Tafel Schokolade, der Schokoriegel und die allabendlichen Kalorienbomben sind Geschichte. Und das sollen Sie auch bleiben. Oder gibt es einen Grund, warum Sie sich das antun möchten?

Wie viel ist zu viel?

Null. Außer das Idealgewicht ist gleich dem Normalgewicht. Dann erfolgt die Berechnung dessen was als ideal angesehen wird meist über den BMI. Der hat bekanntlich seine Schwächen. Es lohnt sich daher weitere Messwerte, wie den Körperfettwert, zu betrachten. Bei Unsicherheit lohnt sich auch der Gang zum Arzt. Aber vorsicht: Auch die Fachleute sind nicht einer Meinung bzw. haben jeweils ihre ganz eigene Meinung.
Hilfreich ist es sicherlich, egal ob Idealgewicht = Normalgewicht oder Idealgewicht = Wohlfühlgewicht, ernsthaft nachzudenken, bei welchem Gewicht man sich wohlfühlt. Ehrlichkeit gegenüber sich selbst ist dabei das Wichtigste. Schließlich sind die Spannen beim BMI die als Normalgewicht gelten mehrere Kilo. Sie könnten also schon ganz nah am Normalgewicht sein oder sogar Normalgewicht haben, sich aber nicht wohlfühlen. Denkbar ist, dass der Körperfettanteil für Ihre Wahrnehmung zu hoch ist oder die Muskeln zu wenig definiert sind. Da hilft der BMI nichts. Vielmehr eine Umstellerung der Ernährung auf fett- und kohlenhydratarme Kost und gezielt Muskeln aufbauen.

Optimales Gewicht für (Freizeit-) Sportler

Hängt ganz von der Sportart ab. Ein Beispiel: Der Gewichtheber wiegt mehr als 100 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,85m. Der Körperbau ist entsprechend gedrungen. Ähnliches gilt für Sportarten wie Kugelstoßen oder Hammerwerfen. Andere, wie Läufer oder Eiskunstläufer, sind viel athletischer. Für Freizeitsportler gilt daher: Idealgewicht ist das Wohlfühlgewicht. Wenn dann die Leistungen noch besser werden sollen, kann gezielt trainiert werden – so lange der Sportler sich mit seinem Körpergewicht wohlfühlt.

Das persönliche Optimum finden

Nichts ist schwieriger und zugleich leichter als das. Alles was es braucht ist eine schonungslose Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Sind Sie zufrieden mit Ihrer Figur? Fühlen Sie sich wohl? Wer mag, kann sich in einem ersten Schritt auch am Normalgewicht orientieren und seinen BMI berechnen. Je nach Ergebnis gilt es die Frage zu beantwort, was sich im Alltag und der Ernährung ändern muss, um das angestrebte Gewicht zu erreichen. Sind die Opfer zu groß, wäre noch mal über die Methoder und Ziele nachzudenken. Denn sinnvoll ist abnehmen nur, wenn ein langfristiger Erfolg wahrscheinlich ist. Die Wahrscheinlichkeit steigt, wenn die Ernährung dauerhaft umgestellt wird, Bewegung und Sport dauerhaft in den Alltag integriert sind. Kurzum: Ohne Spaß wird das nichts. Da hilft auch das vermeintliche Wissen um ein Idealgewicht nicht.

Geschmäcker sind verschieden, auch beim Thema Figur. Der eine mag mehr „zum Anfassen“, der andere steht auf schlank. Auch bei der Traumfigur scheiden sich die Geister. Dennoch gab es schon immer ein Schönheitsideal, das sich über die Jahre und Epochen immer wieder gewandelt hat. Während in den fünfziger Jahren die üppigen Rundungen der Marilyn Monroe bewundert wurden, gilt seit Beginn der siebziger Jahre ein sportlicher, schlanker Körper als die Traumfigur schlechthin.

Die Traumfigur – was ist das heute?

Die derzeit gängige Definition vom weiblichen Schönheitsideal ist: schlank, lange Beine, knackiger Po, schmale Taille und ein mittelgroßer Busen. Für die meisten Frauen ein Grund zum Abnehmen. Männer müssen groß und sportlich sein, ein breites Kreuz haben und der Waschbrettbauch ist das Sexsymbol der heutigen Zeit.

Die eigene Figur gut finden

Unser Schönheitsempfinden richtet sich natürlich am Idealbild aus. Auch wenn das derzeit gängige Schönheitsideal, als unnatürlich dünn, durchaus diskussionswürdig ist. Die gute Nachricht: Selbst wenn wir nicht die scheinbar perfekte Figur der Fernsehmodells erreichen: Ein gesunder Körper, der mit der richtigen Ernährung und Sport fit gehalten wird, ist nicht nur schön anzusehen – sondern minimiert gleichzeitig das Risiko für viele Krankheiten unserer Wohlstandsgesellschaft.

Traumfigur = Wohlfühlfigur!

Orientieren Sie sich beim Thema Traumfigur stets an dem, was Ihnen persönlich gut tut. Sorgen Sie mit gesunder Ernährung und ausreichend Fitness dafür, dass Ihr Körper in einem guten Zustand bleibt – und Sie sich rundum wohlfühlen!